Nozzole La Forra 2011 Gran Selezione

Was war im Glas?

La Forra Chianti Classico Gran Selezione 2011, 14,5 % vol.

Wer hat’s gemacht?

Ambrogio e Giovanni Folonari, Tenuta di Nozzole, Via di Nozzole, 12, I-50022 Greve, Chianti FI, Italien, www.tenuteambrogioegiovannifolonari.com

Was wissen wir über die Herstellung?

95 % Sangiovese, 5 % Cabernet Sauvignon. Aus Weingärten in Nozzole in etwa 350  Meter Höhe. Durchschnittliches Alter der Rebstöcke: 35 Jahre. Pflanzdichte: 3000 bis 5500 Stöcke pro Hektar. Temperaturkontrollierte Gärung in Edelstahltanks bei 28°C. Etwa 15  Tage Mazeration. Ausbau in Edelstahltanks 8 bis 10 Monate. Dann 16 bis 18 in französischer Eiche. Fassgröße: 500 Liter. Mindestens weitere 6 Monate Flaschenreife.

Wo kommt die Buddel her?

Vom Wein-Filialisten Moevenpick-Wein.

Was kostet der Spaß?

Irgendwo rund um die 20 Euro.

Wie ist er denn nun?

Zurückhaltung ist überhaupt nicht seine Sache. Kaum im Glas, steht er unübersehbar im Raum. Was für ein Muskelprotz. Boom! Granatrot. Dunkle Früchte, Espresso, Kakao in der Nase. Im Mund saftig, konzentriert, super balanciert. Dichte, reife, dunkle Brombeeren, Kaffeenoten, Tabakaromen, Nelkenanklänge. Von allem viel. Mürbes Tannin – und auch davon reichlich.

Was für ein Kraftpaket. Macht voll auf dicke Hose. Der erste Jahrgang in der neuen (und oft umstrittenen) Kategorie „Gran Selezione“. Da will man zeigen, was man kann. Nach einem Abend mit vier, fünf Proben, die kaum der Rede wert sind, ist dieser Muskelprotz ein willkommener Bursche. Endlich einer, der was zu sagen hat. Zum Reinsetzen saftig. Fängt an trinkbar zu werden, hat aber sicher noch fünf, acht Jahre Potenzial vor sich.

Aus welchen Gläsern wurde probiert?

Gabriel Glas Standard und Gold Edition.

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Kein Stück.

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Edgar Wilkening

Geschäftsführender Gesellschafter bei wineroom.de | Eine Amon & Wilkening Division
Im Hauptberuf Strategieentwickler, Autor und Medien-Macher. Kopf des Pop-up-Restaurants "Die 7 Sünden" und von einigem mehr. In den verbleibenden Stunden des Tages dem Thema Wein verbunden als amtierender Korkenzieher von eigenen Gnaden. Erste bewusste Flasche: fränkischer Bocksbeutel aus dem elterlichen Keller – vermutlich Müller-Thurgau. Ist so was prägend ...?
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