Er macht sich selbst, der Wein. Ohne äußere Eingriffe des Winzers. Hübsche Idee! Klingt charmant und ach, so natürlich. Aber da der Wein nicht weiß, was dem Weinfreund schmeckt, passiert es eben, dass der vom Wein selbst gemachte Wein zurück muss in den Weinberg. Diagnose: ungenießbar.

Der Pinot Blanc, von dem hier die Rede ist, kommt in zehn Jahren nur etwa drei Mal auf die Flasche. Sieben Mal gibt ihn der Weinmacher dem Wingert wieder zurück: Setzen, sechs – nochmal von vorne! Der Jahrgang 2012 dagegen wurde abgenickt und schaffte es in die Flasche.

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Edgar Wilkening

Head of wineroom.de bei wineroom.de
Im Hauptberuf vielfach ausgezeichneter Strategieentwickler und Kampagnenberater. Kopf des legendären Pop-up-Restaurants "Die 7 Sünden", der Weinbar Rieslingrepublik und vielem mehr.

Dem Thema Wein seit Jahren verbunden als Geprüfter Agraffenlöser & Diplom-Korkenzieher (WR) sowie Anerkannter Berater für Deutschen Wein (DWI). Erste bewusste Flasche: fränkischer Bocksbeutel aus dem elterlichen Keller – vermutlich Müller-Thurgau. Ist so was womöglich prägend ...?
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