Okay, zugegeben: Suggestiv-Frage, das da oben. Aber allen Ernstes: War der Ruf des Müller-Thurgau erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert – nämlich unter neuem Namen. Seitdem brilliert er tatsächlich als Rivaner im Handel.

Klingt doch viel smarter, oder? Trotzdem der gleiche Wein. Quasi “Alter Wein in neuen Schläuchen” par excellence! Könnte man auch Nepp nennen. Weiß der handelsübliche Konsument meist aber nicht. Schmeckt darum gleich viel besser als Müller-Thurgau.

Deshalb jetzt mal ernsthaft und gar nicht suggestiv gefragt: Blüht uns das beim Gutedel auch irgendwann? Weil sein Name für moderne Verbraucher einen antiquierten Klang hat? Dieser hier macht sich jedenfalls auch ohne Marketing-Blabla klasse. Also reinlassen ins Glas!

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Edgar Wilkening

Head of wineroom.de bei wineroom.de
Im Hauptberuf vielfach ausgezeichneter Strategieentwickler und Kampagnenberater. Kopf des legendären Pop-up-Restaurants "Die 7 Sünden", der Weinbar Rieslingrepublik und vielem mehr.

Dem Thema Wein seit Jahren verbunden als Geprüfter Agraffenlöser & Diplom-Korkenzieher (WR) sowie Anerkannter Berater für Deutschen Wein (DWI). Erste bewusste Flasche: fränkischer Bocksbeutel aus dem elterlichen Keller – vermutlich Müller-Thurgau. Ist so was womöglich prägend ...?
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