Caparzo Brunello di Montalcino 1993 La Casa

by | 7. Juni 2015

Was gab’s ins Glas?
Brunello di Montalcino Vigna La Casa 1993 Tenuta Caparzo

Wer steckt dahinter?
Borgo Scopeto e Caparzo Srl Società Agricola, Localita‘ Caparzo, Montalcino, Si 53024, Italien, www.caparzo.it

Was ist interessant zu wissen?
Der Brunello La Casa wird nur in den besten Jahren hergestellt. Das Rebmaterial stammt  aus der Einzellage La Casa nördlich von Montalcino. Sie befindet sich auf knapp 280 Höhenmeter. Sandsteinboden. Die Trauben werden strenger selektioniert als für den normalen Brunello von Caparzo. Ausbau im Barrique.

In den 60ern hatten ein Dutzend Freunde aus Mailand das Weingut erworben. Sie machten Caparzo zu einem der modernsten Betriebe der Toskana. Der erste La Casa kam 1977 auf den Markt. 1998 erwarb die Filmproduzentin Elisabetta Gnudi Angelini den Betrieb und entwickelt ihn seitdem konsequent weiter. Der La Casa wird auch heute noch produziert.

Wo kommt die Buddel her?
Gekauft auf ebay von einem gewerblichen Händler im Februar 2015.

Was kostet der Spaß?
Erworben zum Höchstgebot von 20,60 Euro.

Wie ist er denn nun?
Präsentiert sich erstaunlich jugendlich. Seine 22 Jahre sind an keiner Stelle zu spüren. Dichtes, tiefes Rot, kaum Aufhellungen, keine Orangefärbungen – ungewöhnlich für dieses Alter. Aber der Korken war auch top in Schuss. In der Nase ausgeprägte Zigarrenkiste, Zedernholz, dichte Frucht – sehr einladend. Im Mund: präsente Tannine, aber samtig, dazu Frucht, Nougat, Kakao, schöne Säurebalance.

Verblüffend: Trotz seines greisen Alters hätte dem Burschen Karaffieren immer noch gut zu Gesicht gestanden. Was muss das in seiner Jugend für ein Tanninprotz gewesen sein? Jahrgang wurde im Blindtest auf 2004 oder 2007 getippt. Auch am zweiten Tag noch präsent, insgesamt runder, ausgewogener. Sensationell, wenn man bedenkt, wie ausgelaugt und dünn Brunelli nach zwanzig Jahren daherkommen können. Top gemacht. Großes Brunello-Kino.

Wer hat’s probiert?
Edgar Wilkening und Weinteacher Ed Richter

Erzeuger-Abfüllung: Ist da was dran …?

Lieber Dr. Sommelier! Blöde Frage vielleicht, aber meine Kumpels haben gesagt:...

Jurtschitsch GrüVe 2015

Was war im Glas?GrüVe 2015, Grüner Veltliner, trocken, 11,5 % vol.,...

Weingut Mades Bacharacher Posten 2001 Spätlese Trocken

Was gab’s ins Glas?Weingut Mades Mittelrhein 2001 Bacharacher...

Gedopt mit Trüffel und Wein:
Per Rad auf Tour de Rhône

Ein Tour-Bericht in fünf kulinarischen Etappen – von Ed Richter   Er ist fast...

Künstler Kostheim Weiß Erd 2009

Was ist die Vorgeschichte? Immer, wenn Geheimagent Null-Null-Neun auf dem...

Generation Pfalz Masterclass 2016

Unter dem sinnigen Motto "Je feiner – desto besser" stand die Masterclass am...

Mythos Mosel 2016 – Lebenssinn? Oder doch Lügengeschichte?

"Mythos Mosel". Toller Titel. Klingt gut. Schöne Alliteration. Aber was...

Murmure

Was gab’s ins Glas?Champagner "Murmure" Brut Nature Blanc de Blancs Premier...

Weingut Rosi Schuster Blaufränkisch 2017

Bekanntlich ist die Sprache nicht das Einzige, was Deutschland und Österreich...

Badenhorst White Blend 2013

Was gab’s ins Glas?A.A. Badenhorst White Blend 2013, Wine of Origin Swartland,...

25 Jahre Lagrein-Vertikale – der Kernige aus Südtirol

Wir schreiben den Monat „Null-Zwei“ im Jahre des Herrn „Zwei-Null“. Die...

Der Grüne Veltliner und das kleine Pfefferl

Dem Grünen Veltliner wird ja gern das "kleine Pfefferl nach hintenraus"...

Pfeffingen Ungstein Merlot SP 2016 | VDP Ortswein

Rotwein-Freunde, die es gerne mit etwas mehr Wumms mögen, landen oft im...

Wein-Weisheit #01: Wo man Brolettino trinkt …

Guck in'n Garten! Manchmal reicht der Blick ins Beet, um festzustellen, dass...

Die schönste Weinstraße führt nach Margreid zur „Summa“

Löwengang Chardonnay Jahrgangsvertikale bei Familie Lageder in Margreid während der Summa 2024. Der Münchener Sommelier und Weinteacher Ed Richter nimmt uns mit bei einem Besuch im Löwengang – mit gleichnamigen Weinen. Also nur keine Angst vor großen Tieren, bitte!

Edgar Wilkening
Follow me

OperaWine – ein exklusiver Besuch in Verona

OperaWine: geradezu italienisches Happening mit „Wein, Weib, Gesang und großen Reden“ – und dennoch hat es ein internationales Bewusstsein mit amerikanischer Wahrnehmung. Eine sehr exklusive, kurzweilige und somit privilegierte Präsentation in der historischen Stadt der dramatischen Liebe.

Edgar Wilkening
Follow me
Edgar Wilkening
Follow me