Château Mouton Rothschild 2001

von | Red, Tasting | 0 Kommentare

Was ist die Vorgeschichte?
Es gibt Tage, da muss was Großes auf den Tisch: ein großer Wein, am besten in einer großen Flasche, für eine ganz große Runde. Geburtstage sind ein ziemlich guter Anlass dafür. Und so fand eine Magnum Mouton Rothschild des Jahrgangs 2001 ihren Weg auf den Holztisch der Weinbar Il Garage in Hamburg-Ottensen.

Was gab’s ins Glas?
Château Mouton Rothschild 2001, Premier Cru Classé, 12,5 vol. %

Welche Ausstattung?
Flaschenform: Bordeaux. Größe: Magnum. Verschluss: Naturkork. Etikett gestaltet von Künstler Robert Wilson.

Wer steckt dahinter?
Château Mouton Rothschild, La Pigotte, FR-33250 Pauillac, Bordeaux, Frankreich, www.chateau-mouton-rothschild.com

Was ist interessant zu wissen?
Château Mouton Rothschild gehört fraglos zu den berühmtesten Weingütern der Welt. Manchem gilt der Name als Inbegriff für hochklassige Bordeauxs schlechthin. Nichts, was jeden Tag auf den Tisch kommt. Umso mehr darf man gespannt sein, wenn es passiert ist. Erst recht, wenn das Gebinde im Eins-Komma-Fünf-Liter-Magnum-Format kommt.

Wie ist er denn nun?
Dunkelrote, im Kern fast ins Schwarze gehende Farbe. Oder lag das an den Lichtverhältnissen? In der Nase so was von vorbildlicher Bordeaux. Frucht, Zedernholz, Tabak, Animalität – alles da und in wunderschöner Balance. Schon hier zeigt sich die große Klasse. Trotz seiner 14 Jahre immer noch jugendlich, nahezu babyhaft.

Im Mund genauso: Frische, Tiefe, Würze, mit einem dunklen Kern in der Mitte, der noch verschlossen wirkt. Konzentration, aber mit Finesse. Feingliedriges, immer noch jugendliches Tannin. Wunderschöne Länge. Lust uaf den nächsten Schluck.

Großartig gemacht. Erst recht für das nicht ganz einfache Jahr 2001. Aber wenn wir mal ehrlich sind: zu früh getrunken. Die Flasche hätte gerne noch ein paar Jährchen im Keller verbracht, um sich weiter zu entwickeln zu voller Größe.

Was macht man damit?
Wenn unbedingt schon jetzt eine Buddel dran glauben muss: karaffieren. Gern über Stunden und dabei ordentlich Luft geben.

Ansonsten: Flaschenbestand im Keller durchzählen, die großen Feste von 2020 bis 2030 planen und zu jedem eine Flasche reservieren – solange der Vorrat reicht. Mehr Vorfreude auf künftige Familienfeiern geht nicht.

Aus welchen Gläsern wurde probiert?
Zwiesel Industrieglas.

Wer hat’s probiert?
Eine namhafte Geburtstagsrunde mit reichlich Wein-Expertise rund um Filmmusik-Komponist und Gastgeber Jens Langbein.

Sind Beitrag oder Flasche gewerblich gesponsort?
Nein.

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Edgar Wilkening

Head of wineroom.de bei wineroom.de
Im Hauptberuf vielfach ausgezeichneter Strategieentwickler und Kampagnenberater. Kopf des legendären Pop-up-Restaurants "Die 7 Sünden", der Weinbar Rieslingrepublik und vielem mehr.

Dem Thema Wein seit Jahren verbunden als Geprüfter Agraffenlöser & Diplom-Korkenzieher (WR) sowie Anerkannter Berater für Deutschen Wein (DWI). Erste bewusste Flasche: fränkischer Bocksbeutel aus dem elterlichen Keller – vermutlich Müller-Thurgau. Ist so was womöglich prägend ...?
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