Lambrusco-Gelee

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Vor kurzem standen hier vier Buddels Lambrusco auf dem Tisch. Den ausführlichen Bericht mit Verkostungsnotizen und ob wirklich was dran ist an der bevorstehenden, furiosen Renaissance des Lambrusco: das alles gibt’s hier.

Doch so prächtig sich der Gewinner der kleinen Lambrusco-Runde auch präsentierte – so voll blieben doch die übrigen Flaschen. Stellt sich die Frage: Was macht man mit den Resten? Okay, Große Gewächse & Co. präsentieren sich auch nach ein, zwei Tagen immer noch schön. Manches große Gewächs sogar überhaupt erst schön – wie dieser Kandidat hier.

Aber Lambrusco? Der von seiner Fruchtigkeit lebt und von seiner Perlage? Wer will da am nächsten Tag an abgestandenen Flaschen rumnippen?

Nun haben wir im wineroom sicher keine Scheu, ganze Flaschen auch mal dem Ausguß zu spendieren, wenn das für alle Beteiligten die beste Lösung ist. Trotzdem entstand in diesem Fall die Idee, den verbliebenen Lambrusco anders zu verwerten: als Lambrusco-Gelee.

Weingelee an sich ist ja nix Neues

Okay, Weingelee an sich ist nix Neues. Mancher Weinhof hat das als Ergänzung im Sortiment. Allerdings habe ich diese Gelees oft als klebrig süß und nichtssagend erlebt. Wie würde sich da der Lambrusco schlagen?

Die Antwort: Er schlägt sich fantastisch. Tolles Ergebnis! Die expressive Frucht des Lambrusco bleibt im Gelee präsent. Die laktischen Töne verfliegen. Und die typischen herben Noten des Lambrusco setzen der Süße eine schöne Ernsthaftigkeit und Tiefe entgegen. Perfekt vom Frühstücksbrötchen bis zum Süßeklacks in dunklen Wildsaucen. Da kann so manches Johannisbeer-Gelee einpacken.

Nun würde mancher Ketzer vielleicht ätzen: Gelee ist eh das Beste, was einem Lambrusco passieren kann. Das ist natürlich Unsinn. Aber fest steht doch: Es gehört zum Besten, das Lambrusco-Resten vom Vortag passieren kann.

Hier das Rezept für Lambrusco-Gelee, wie wir im wineroom es lieben

Keine große Kunst! Das Rezept basiert auf der klassischen Machart für Gelee. Und ist verblüffend einfach. So geht’s:

Vorbereitung

Twist-off-Gläser und passende -Deckel etwa fünf Minuten in kochendem Wasser sterilisieren. Mit einer Zange aus dem Wasser heben und auf einem sauberen, trockene Geschirrtuch so abstellen, dass das Wasser ablaufen kann.

Zum Einfüllen der heißen Gelee-Flüssigkeit in die Gläser empfehlen sich ein Trichter und eine Schöpfkelle. Beide sollten sicherheitshalber ebenfalls im heißen Wasser sterilisiert werden.

Zutaten

800 ml Lambrusco
Saft von einer Zitrone
1 kg Gelierzucker (1:1 | auf Pektinbasis)

Ablauf

Den Lambrusco mit Zitronensaft und Gelierzucker in einen hohen Topf geben. Unter stetem Rühren aufkochen. Vorsicht, die Kohlensäure befördert das eventuelle Überkochen, verliert sich aber nach kurzer Zeit.

Die Flüssigkeit etwa drei bis vier Minuten unter Rühren leicht köcheln lassen. Gelierprobe machen. Klappt? Prima. Dann ab in die Gläser damit und sofort Deckel drauf. Abkühlen lassen – fertig. Ist doch ein Klacks, oder? Aber was fürn Klacks! Dunkel, dicht, aromatisch.

Und als Extra obendrauf: stylische Etiketten für Ihr Gelee

Acht coole Etiketten von www.bigideas.de zum Download.Mit Liebe, mit Sorgfalt und – okay: das mit dem Spritzer Lambrusco ist ein netter Scherz, wenn man sich die Rezeptur oben anschaut. Wenn Sie Ihr Lambrusco-Gelee in Gläsern haben, sind diese Etiketten das richtige Finish: originell, stylish, kreativ.

Für das chice Design ein dickes Danke an die Kreativschmiede bigideas.de, die die Etiketten entwickelt hat und den Besuchern des wineroom hier exklusiv zur Verfügung stellt.

Hier können Sie die Etiketten kostenlos downloaden (oder alternativ auf die Abbildung links klicken): acht Etiketten auf einer Seite DIN A4 angelegt (PDF, 1,5 MB). Einfach ausdrucken – eintragen, wer das herrliche Gelee angerührt hat – ausschneiden und ab damit auf die Gläser.

Das perfekte Mitbringsel – aber genauso schön auch auf dem eigenen Frühstückstisch. Viel Spaß damit!

 

„And the award goes to …“ Höre ich da etwa Korken knallen im wineroom?

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Edgar Wilkening
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